Gestaltung von Gottesdiensten am Holocaust-Gedenktag 27. Janauar

Das Dezernat Pastorale Dienste des Bischöflichen Ordinariates und das evangelische Dekant Runkel haben Anregungen und Hilfen (1089 kB) zur Gestaltung von Gottesdiensten am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am Sonntag, dem 27. Januar 2008 herausgegeben.

Seit 1996 ist der 27. Januar in Deutschland, seit 2005 weltweit offizieller Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Es ist der Tag, an dem 1945 die Menschen im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau befreit wurden. Da der Termin in 2008 auf einen Sonntag fällt, bietet sich die besondere Gelegenheit, dessen in den Sonntagsgottesdiensten zu gedenken.

Wenn wir die Schrifttexte (hier besonders Jes 823; 9,1-6) des heutigen Sonntags aus dem Blickwinkel dieses Gedenkens betrachten, fällt der Blick vom Dunkel in das erhoffte, in das kommende Licht auf. "Das Volk im Dunkel sieht ein helles Licht". Dunkler als im Elend der Konzentrationslager kann die Welt kaum sein. Aus dem Text des Jesaja kannten die Menschen diese Verheißung, die Hoffnung auf die Zusage der Erlösung.

Außerdem ist dieser Sonntag auch der Bibelsonntag. Auch der Text, (Jer 29,1-23) der für diesen Anlass vorgesehen ist, richtet den Blick auf eine Notsituation, die Situation des Volkes Israel im Exil, in Babel. Einerseits formuliert Jeremia die Aufforderung, in der Not nicht zu resignieren und zu verzweifeln, andererseits aber auch den Blick auf Gottes Pläne des Heils. "Ich will euch eine Zukunft und eine Hoffnung geben".

Diese Arbeits- und Predigthilfe trägt einen wichtigen ökumenischen Akzent. Der ökumenische Aspekt bezieht sich nicht nur auf die Zusammensetzung des kleinen Arbeitskreises, der diese Materialien erstellt hat. Vielmehr werden Gottesdienstbausteine angeboten, die miteinander kombinierbar sind und wechselseitig Verwendung finden können in katholischen wie evangelischen Gottesdiensten zum 27. Januar. Diesbezüglich wird von evangelischer Seite ein Themengottesdienst vorgeschlagen. Dabei kann zurückgegriffen werden auf Texte und Ideen, die seit längerem im Umfeld des Arbeitskreises Kirche und Israel der EKHN vorliegen und die nun in leicht veränderter Form einem noch breiteren Adressatenkreis zur Verfügung gestellt werden.

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