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Dynamische Doppelspitze

Was war - was kommt? Die KEB Limburg, Wetzlar-Lahn-Dill-Eder nach einem halben Jahr unter neuer Leitung
Dynamische Doppelspitze
Dynamische Doppelspitze
Christopher Campbell und Sabine Tomasko bilden das Leitungstandem der KEB Limburg, Wetzlar-Lahn-Dill-Eder © Annette Krumpholz

Neues entwickeln und Gewachsenes bewahren – in Zeiten einer weltweiten Pandemie. Dieser Aufgabe stellen sich Sabine Tomasko und Christopher Campbell. Seit einem halben Jahr bildet das Duo die dynamische Doppelspitze der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) im Bezirk Limburg, Wetzlar-Lahn-Dill-Eder. Idealer Anlass, eine erste Bilanz zu ziehen und einen Ausblick zu wagen.

Die Fragen stellte Annette Krumpholz von der Pressestelle der KEB im Bistum Limburg.

Christopher campbell, KEB Limburg-Wetzlar, Sabine Tomasko
© Annette KrumpholzChristopher Campbell

Mit einem Wort – was könnte eine Überschrift für das erste halbe Jahr im neuen Job sein?

Christopher Campbell: Staunen! Und zwar bewegtes Staunen darüber, was alles möglich ist. Wir freuen uns, dass sich der Schock über die Pandemie und ihre Auswirkungen hinsichtlich unserer Arbeit in viele neue Online-Formate entladen hat. Echte Treffen in Präsenz mit Menschen, die sich für unsere Bildungsangebote interessieren, sind ja seit einer Weile nicht möglich. Daher sieht es hier im Büro am Franziskanerplatz in Hadamar teils aus wie in einem Technik-Markt: Stative, Mikros, Kameras…eben alles an Equipment, um digital zu den Menschen zu kommen. Wir produzieren Online-Gespräche und Videos. Das alles wird sehr gut angenommen, viele schalten sich live zu unseren Angeboten dazu – oder schauen sie später nochmal in Ruhe an. Demnächst kommt auch noch ein spannender Podcast dazu. Gemeinsam mit dem feministischen Andachtskollektiv [FAK] wird es um feministische Spiritualität heute gehen. Es gibt so einiges, worüber wir reden sollten.

Sabine Tomasko: Meine Überschrift in einem Wort ist: Kontakte! Wir konnten einrichtungsübergreifend viele gute Kontakte aufbauen, zu kirchlichen Trägern und auch zu anderen, gesellschaftlich-kulturellen Institutionen beispielsweise. Schließlich haben alle mit der Pandemie zu kämpfen. Gemeinsam bilden wir eine Summe und können uns gegenseitig unterstützen. Das trägt, insbesondere in diesen Zeiten.

Christopher campbell, KEB Limburg-Wetzlar, Sabine Tomasko
© Annette Krumpholz

Was sind die Pläne für das kommende Halbjahr?

Sabine Tomasko: Wir legen eine neue Online-Gesprächsreihe auf: „Unwahrscheinliche Zeugen“. Ab April 2021 sprechen wir mit Tätowierern, Sportlern, Musikerinnen und Spiele-Autoren über das, was sie antreibt und das, was sie geben wollen. Diese Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation mit dem Referat für Liturgie und Glaubenskommunikation.

Christopher Campbell: Das wird so spannend wie eine Streaming-Serie. Mit solchen Formaten wollen wir als KEB auch Platz schaffen für Gespräche, die nachdenklich machen und für die andernorts kein Platz ist. In der Gesprächsreihe „Unwahrscheinliche Zeugen“ kann man den Bezug zur Spiritualität dort entdecken, wo man ihn gar nicht vermutet. Man kann sich das so vorstellen, dass es ein äußeres, öffentliches Bild von etwas gibt – hier von unseren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern - und plötzlich tut sich der Vorhang auf für das, was dahinter liegt. Wir gehen also miteinander auf Entdeckungsreise.

Christopher campbell, KEB Limburg-Wetzlar, Sabine Tomasko
© Annette Krumpholz

Sind auch Open-Air Veranstaltungen geplant?

Sabine Tomasko: Derzeit können wir noch nichts exakt zusagen. Wir haben einige Anfragen zu Exkursionen. Die greifen wir sofort auf, wenn es wieder möglich sein wird, denn in der direkten, persönlichen Begegnung findet Gemeinschaft anders statt. Uns besorgt, dass die Erwachsenenbildung derzeit in der Hauptsache inhaltlich orientiert ist. Bildung ist schließlich auch soziale Interaktion.

Christopher Campbell:(lachend) Wir wollen das „Kuscheln“ wieder möglich machen und feiern, dass wir zusammen sein können – sobald es geht. Wir haben die Fühler schon ausgestreckt!

Was ist das Schönste an der Arbeit?

Sabine Tomasko: Die Freude über die tägliche Zusammenarbeit. Dabei lernen wir auch ständig selbst dazu.

Christopher Campbell: Absolut! Anfangs gab es auch innerhalb des Bistums als Institution teils eine gewisse Skepsis hinsichtlich einer Doppelspitze. Wir erfahren die Zusammenarbeit auf Augenhöhe als echte Bereicherung. Dieses Tandem ist bewusst ein anderes Führungsmodell und setzt eben nicht auf vereinzeltes „Einzelkämpfertum“, sondern auf kooperative Leitung mit gegenseitiger Wertschätzung, Reflexion und Motivation. Da ist kreatives Dynamit drin, unsere Ideen sind breiter, weil wir unterschiedliche Wahrnehmungen und Aspekte einbringen.

Sabine Tomasko: Wenn wir im Gespräch sind mit externen Kooperationspartnern, stellen wir in vielen Bereichen, bei Gesprächspartnern, Verbänden und Institutionen einen Generationswechsel fest. Da ist gerade viel in Bewegung und es schwingt die Energie des Neuen mit. Mehr als einmal haben wir schon gehört: „…auf euch haben wir gewartet!“. Das treibt uns an und das möchten wir auch zurückgeben.

Gesprächsreihe: Die unwahrscheinlichen Zeugen

Täglich legen Menschen Zeugnisse ab für das, was sie ihnen wichtig ist, was ihnen Kraft gibt und wovon sie überzeugt sind. Sie tun dies oft jenseits oder parallel zu den Glaubenszeugnissen organisierter Religionen. In dieser Reihe eröffnen uns ganz unterschiedliche Menschen ihre persönlichen Einblicke in das, was sie antreibt. Dabei kommen wir ins Gespräch mit Tätowierern, Musiker*innen, Performer*innen, Sportler*innen, Köchen und vielen anderen.

Hier geht es zu weiteren Informationen und Terminen.

Annette Krumpholz
Pressestelle der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg
Domplatz 360311Frankfurt
Tel.:069 8008718-453
 0160 3327279

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